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Hospizstiftung Louise de Marillac lud ein zum Tag der offenen Tür

09.10.2010

Prof. Holger Kaesemann, Christa Kuhn,
Cornelia Gasche, OB Claus Kaminsky (v.l.n.r.)

Zu einem Tag der offenen Tür hatte kürzlich die Hospizstiftung Louise de Marillac in das gleichnamige stationäre Hospiz in Hanau eingeladen. Während der Führungen durch die Einrichtung konnten die Besucherinnen und Besucher erste Eindrücke sammeln, wie todkranken Menschen in einem stationären Hospiz ein Sterben in Würde ermöglicht wird und wie fürsorglich man sich auch um deren Angehörige kümmert. 

Acht modern ausgestattete Einzelzimmer stehen den Gästen, so werden die Schwerstkranken im Hospiz respektvoll genannt, zur Verfügung. Jedes Zimmer hat einen eigenen Sanitärbereich und verfügt über einen Zugang zur Terrasse. 14 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und viele Ehrenamtliche pflegen und betreuen die Gäste vorbildlich. 

Es gehe im Hospiz darum, den Gästen die Angst vor dem letzten Weg zu nehmen und ihnen auf diesem Weg beizustehen, erklären Hospizleiterin Christa Kuhn und ihre Mitarbeiter während der Führungen öfters.

So hätten viele Gäste des Hospizes noch einmal einen letzten glücklichen Moment erleben dürfen. Christa Kuhn erinnerte sich beispielsweise gut an die Hochzeit einer Tochter eines schwerkranken Gastes in der Kapelle des Hospizes oder auch an die „Blätterschlacht“ eines Gastes mit seinen Angehörigen auf der Terrasse. An einem literarischen Leckerbissen konnten die Besucher des Hospizes dann noch im Frankfurter Tor teilnehmen, als Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky, Prof. Dr. Holger Kaesemann, Cornelia Gasche und Christa Kuhn Texte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zum Thema Tod und Sterben vortrugen.

Im Jahr 2009 betreute das Hospiz Louise de Marillac 113 Gäste, von denen 110 im Hospiz verstarben.

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